IG-Metall Stahlaktionstag

Stahlaktionstag

 

 

 

 

 

 

 

 

Am 11. April stand unsere Hütte fast still. Grund dafür war, dass fast unsere gesamte Belegschaft mit auf dem Stahlaktionstag war. Zusammen mit über 16.000 Beschäftigten aus allen Stahlbetrieben aus Nordrhein-Westfalen und zusätzlichen Solidaritätsteilnehmern aus Süddeutschland demonstrierten wir für den Erhalt des Stahls in Deutschland und Europa.

Die Volksrepublik China überschwemmt im Moment den Stahlmarkt mit ihrem Billigstahl, welcher durch den Staat subventioniert, unter keinem Arbeits- geschweige denn Umweltschutz produziert wird. Zusätzlich will die Europäische Union den Handel mit CO²-Zertifikaten verteuern, was die Stahlindustrie, trotz schon vorhandener ausgezeichneter Maßnahmen zur Reduzierung dieses Gases, in zusätzliche finanzielle Schwierigkeiten bringen würde.

Wir demonstrierten dafür, dass die EU Strafzölle gegen Chinas Billigstahl einführt zum Schutz unseres Stahlmarktes und den Handel mit CO²-Zertifikaten nicht verteuert. Denn wenn unsere Stahlwerke mit dem besten Umweltschutzmaßnahmen der Welt auf Grund dieser Tatsachen schließen müssen, würde unser Stahl woanders produziert, zu Konditionen, die nichts mit Umweltschutz zu tun haben – ein Schuss in den Hochofen. Außerdem würde dies nicht nur die Stahlsparte treffen. – Alle Unternehmen die auf uns angewiesen sind, sowohl die Weiterverarbeitung, als auch einfache Unternehmen, die mit uns direkt und indirekt zu tun haben, würden in Mitleidenschaft gezogen werden. In Deutschland allein sprechen wir von über 650.000 Betroffenen.

Die Veranstaltung wurde durch unsere IG-Metall Jugend, vertreten durch Angelina Huld, Jugend- und Auszubildendenvertreterin von thyssenkrupp Steel Europe gestartet, gefolgt von hochkarätigen Mitgliedern aus Politik und Wirtschaft:

Knut Giesler, IG Metall-Bezirksleiter Nordrhein-Westfalen
Sören Link, Oberbürgermeister der Stadt Duisburg
Hannelore Kraft, Ministerpräsidentin des Landes Nordrhein-Westfalen
Sigmar Gabriel, Bundeswirtschaftsminister
Jörg Hofmann, 1. Vorsitzender der IG Metall
Günter Back, Gesamtbetriebsratsvorsitzender der thyssenkrupp Steel Europe AG
Hans Jürgen Kerkhoff, Präsident der Wirtschaftsvereinigung Stahl

Mit diesem starken Signal nach Brüssel und Berlin haben wir den Verantwortlichen hoffentlich ein Zeichen gegeben zu handeln, ansonsten sehen wir uns beim nächsten Mal wieder, zum Schutz unserer Industrie.

Glück auf!

– Stefan Euskirchen

Wer mehr über unseren Aktionstag wissen möchte, der besuche die Seite der IG-Metall.